Langkawi – eine Urlaubsinsel
Langkawi, wohin uns dann eine Fähre brachte, ist eine “touristische” Insel im Norden Malaysias, nicht sehr weit der Grenze nach Thailand. Ein paar Tage weniger auf Erkundung, sondern eher zum Ausruhen. Wir hatten eine kleine Hütte in einem Resort, welches ein wenig älter zu sein schien, Warm war es, ziemlich warm. Und nachts goss es ganz ordentlich, eine Nacht donnerte es auch bedrohlich nah. Vor unserem Häuschen hörten wir aufgeregte Nachbarn, ich fragte mich auch, ob das “normal” sei. Ein Taxifahrer meinte später: Ja, nicht ungewöhnlich. Wir gingen durch die Dünen an den Strand ins Wasser und erkundeten die Gastronomie. Am ersten Abend war es ein westlicher Pub, in dem auch Australian Rules Football gezeigt wurde, an an einem anderen Abend fand ich ein japanisches Gasthaus, umgeben von dichtem Wald, in dessen Zweigen Äffchen tobten, ein algerisches Restaurant, der Koch aus Algerien hatte nach Langkawi eingeheiratet, und schließlich ein kleines Resort mit Restaurant, geführt von einer Frau, die aus Kuala Lumpur stammt, aber nach Langkawi ging, um dem Trubel der Großstadt zu entgehen. Als schließlich Covid auch hier “eintraf”, nahm Karina Robles Bahrin sich die Zeit, ein Buch zu schreiben.
“The Accidental Malay” fängt ein wenig an wie “Crazy Rich Asians”, mit dem Gang an die Börse. Dann wird es ein wenig komplizierter, da in Malaysia die
Religionszugehörigkeit eine große Rolle spielt. Im Lande werden muslimische Malais bevorzugt, einige Wege stehen nur ihnen, nicht aber z.B. den vielen Chines:innen offen. Und: wer Malai ist, ist nicht etwa der freien Wahl überlassen. Wenn der Vater Malai ist, ist man auch, egal ob man will oder nicht. Die Familiengeschichte der Protagonistin hat einige Überraschungen zu bieten, und auch in ihrem Liebesleben geht einiges drunter und drüber..
Mir hat das Buch gefallen.
Die Autorin meinte im Gespräch mit uns, dass die Regeln in Malaysia durchaus “elastisch” seien. So gibt es junge Musliminnen, die in ihrem Ort eine Kopfbedeckung tragen, sie aber in der Stadt ablegen würden. Sie selbst ist Muslimin, mit einer chinesischen Großmutter, und trug auch kein Kopftuch.
Wir unternahmen doch noch ein wenig, waren in einem Aquarium, in dem es Hais und Pinguine und mehr gab, und paddelten in einem Kanu in einem Mangrovenwald und sahen Fledermäuse in einer Höhle.

KL zum Zweiten
Schließlich ging es wieder zurück aufs Festland und zurück nach Kuala Lumpur. Qian hatte genug von Ausflügen und ich machte mich allein auf zu den Batu Caves. Am Ende des 19.Jahrhunderts etablierten Hindus einen Tempelkomplex hier. Der bedeutendste ist mit einer 43m hohen Statue von Murugan, dem Gott der Kriege, dekoriert. Hinauf ging es zu einer Höhle, 281 Stufen hoch, 270 Stufen runter. Nun, es werden beide Male die gleiche Anzahl Stufen sein, ich konnte nur nicht zählen..


(Das Kachelmuster erinnerte mich an Umschläge für Schulhefte…)

Am Abend, als wir zum und nach dem Abendessen durch Strassen von KL nahe des Hotels schlenderten, Mangos, Bananen und Mangostane kauften, (keine Duryans, die so sehr riechen, dass sie an vielen Orten nicht erlaubt sind.. das weiße Fleisch schmeckt.. okay, würde ich sagen) schaute ich mir noch ein paar Minuten eine Band an, die auf der Straße spielte. Nicht übel, fand ich.

