Malaysia – Teil 3: Penang – Georgtown – Chinesisch und indisch in Malaysia

.. Fortsetzung folgt.. Dies liegt nun schon eine Weile rum und wartet darauf, das Licht der Welt zu erblicken. Hier kommen sie also – die letzten Teile unserer Asientour.

Die Fahrt von KL(Kuala Lumpur) bis George Town war lang. Wir hatten es nicht geschafft, den Zug zu buchen, und der Bus war lange im Stau unterwegs. Schließlich gelangten wir nach Butterworth und nahmen die Fähre nach George Town, welches auf der Penang-Insel liegt. Penang ist auch der Name des Bundesstaates, mit Butterworth und Umgebung auf dem Festland, und oft wird Penang als Synonym für George Town genannt. Letzteres war die erste Besitzung der Briten in Südostasien, und hat z.B. das Eastern & Oriental Hotel, in dem wir zum Abschluß unserer Tage zu Abend aßen. Das Essen war okay, der Blick über das Wetter zu Sonnenuntergang bezaubernd.

 

In Penang wohnten wir im Hochhaus. Am ersten Morgen erkundete ich Diskworld: Eine Schallplatte als Uhr und draußen im Park ein runder Platz, auf dem zu Musik, die nach Bollywood klang, getanzt wurde.

Die Briten brachten vor allem chinesische und indische Arbeitskräfte nach George Town. Am ersten morgen liefen wir etwas “planlos” in die Stadt und kamen zufällig durch Little India, wo man indisch essen und Saris kaufen kann.

Berühmt ist George Town aber vorallem wegen der Mischung von chinesischer und malaiischer Kultur, den Baba & Nyonya, die wir schon in Malakka erlebt hatten. Unter anderem sahen wir das in einem Teehaus, welches in einem dieser Wohnhäuser eingerichtet worden war. Gutes chinesisches Essen, Yum Cha, und Tee natürlich gehörten zum Angebot. Wir hätten Tee aus den 1970ern oder 80ern trinken können, für bis zu $500, haben uns denn aber doch für welchen für $20 entschieden. Eher unsere Schuhgröße.

Dort, wo die Fähre ankommt, am Wasser gegenüber Butterworth, haben arme chinesische Einwander:innen auf Stelzen gebaut. wir sind eine ruhigere Jetty entlang gelaufen, hier wohnten noch Leute, parkten ihre Motorräder vor dem Haus etc, aus einer anderen war inzwischen ein Touristenweg geworden, mit viel Nippes zu kaufen.

Etwas weiter “zur Linken” war das Ufer mit dem Fort der britischen Kolonialherren und repräsentativen Kolonialbauten. Hier sahen wir alle Kulturen, junge Frauen chinesischer Abkunft, malaiische Muslimfamilien, Inder, angelnd, picknickend, sich fotografierend.

Hier noch ein paar weitere Bilder von unseren Streifzügen durch Georgetown:

Einen Tag sind wir auf den Penang Hill, einen gut 800 Meter hohen Berghügel gefahren. Etwas außerhalb der Stadt, zunächst mit Bus, dann mit Bergbahn. Oben war es kühler. Da die meisten an der Bahnstation bleiben, an Kiosken, Restaurants und Aussichtsplattformen, hatten wir die Wanderwege fast für uns. Schön, das war genau das Richtige für mich. So sah ich mein erstes Äffchen in freier Wildbahn, das Foto ist aber recht durchschnittlich, Marke “Beweisfoto”. Bushwalking in Malaysia, mit hohen Bäumen und Blumen, hat uns Spaß gemacht.

Schließlich und endlich war es Zeit, uns von George Town zu verabschieden – mit der Fähre. Der Schachspieler war noch tief im Denken versunken, während andere schon zum Aussteigen Schlange standen. Auf der Fähre waren Fußgänger:innen. Motor- und auch ein paar Fahrradfahrende.